Einblicke

Spitzenlast - Warum eine einzige Stunde die Jahresstromrechnung erhöht?

Christian Rosan·16. April 2026

Eine einzige Stunde mit ungewöhnlich hohem Verbrauch kann die Netzentgeltzahlungen für einen ganzen Monat oder ein ganzes Jahr deutlich erhöhen. Nicht wegen der verbrauchten Kilowattstunden, sondern wegen der erreichten Spitzenleistung in Kilowatt.


Das ist das Spitzenlast-Problem. Und es ist eines der häufigsten ungenutzten Einsparpotenziale in der deutschen Industrie.


Warum Spitzenlast Geld kostet

In Deutschland werden Netzentgelte für Großabnehmer nicht nur auf Basis der verbrauchten Energie (kWh), sondern auch auf Basis der höchsten monatlichen oder jährlichen Lastspitze (kW) berechnet.


Das bedeutet: Eine einzige Stunde mit extrem hohem Verbrauch kann die Netzentgeltkosten für einen gesamten Monat oder ein ganzes Jahr erheblich erhöhen - unabhängig davon, wie effizient der Rest des Betriebs ist.

Beispielrechnung

SzenarioJahresverbrauchSpitzenlastNetzentgelt-Leistungspreis (ca.)Jahreskosten Leistung
Ohne Optimierung10 GWh2.500 kW80 €/kW/Jahr€200.000
Mit Spitzenlastglättung10 GWh1.800 kW80 €/kW/Jahr€144.000
Einsparung-28 %€56.000/Jahr

Ursachen für unerwünschte Lastspitzen

  • Simultaner Anlauf mehrerer energieintensiver Maschinen (Motoren, Pressen, Öfen)
  • Kältekompressoren oder Klimaanlagen im Sommer
  • Anlaufströme von Elektromotoren (besonders bei großen Pumpen und Kompressoren)
  • Ungesteuerte Ladeinfrastruktur für Fahrzeuge
  • Produktionsanlauf nach Wochenende oder Schichtbeginn ("Montagsspitze")


Wie Meteoric Spitzenlast managt

Meteoric analysiert den 15-Minuten-Lastgang und identifiziert die Entstehungsursachen von Lastspitzen. Anschließend werden Maßnahmen entwickelt und begleitet:

  1. Anlaufsteuerung - zeitliche Staffelung des Anlaufs energieintensiver Aggregate
  2. Lastmanagement - gezielte Lastverschiebung weniger zeitkritischer Prozesse aus Spitzenzeiten
  3. Monitoring - Echtzeit-Überwachung der aktuellen Last im Meteoric-Kundenportal
  4. Vertragliche Optimierung - Wahl des richtigen Netztarifs (Niedertarif/Hochtarif-Struktur, Leistungspreisoptimierung)

Ergebnis: Reduktion des Netzentgelt-Leistungspreises ohne Änderung des Gesamtverbrauchs.

Spitzenlast und §19 StromNEV

Die Verschiebung von Lasten in Zeiten geringer Netzauslastung bietet Industriebetrieben eines der größten Einsparpotenziale bei den Stromnebenkosten. Werden Verbräuche gezielt außerhalb der standortspezifischen Hochlastzeitfenster (z. B. auf Nachtstunden oder Wochenenden) gelegt, lassen sich die Leistungsentgelte massiv reduzieren.

Durch eine präzise Analyse Ihrer Lastgangdaten im Abgleich mit den spezifischen Hochlastzeitfenstern des Netzbetreibers werden Potenzial für eine atypische Netznutzung identifiziert und Ihre realisierbare Kosteneinsparung beziffert.

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